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Geistig fit dank Mundhygiene

Studien bringen neue Erkenntnisse

In den Augen der meisten Menschen sind Zahnlücken vor allem ein ästhetisches Problem. Wie sich nun herausstellte, steht jedoch auch die geistige Verfassung eines Menschen im Zusammenhang mit dem Zustand der Zähne. Dies ist das Ergebnis einer Studie aus den USA. Demnach haben Zahnverlust und Munderkrankungen, wie beispielsweise Paradontitis, Einfluss auf unsere kognitiven Fähigkeiten, zu denen unter anderem das Denken, die Wahrnehmung, die Erinnerung sowie der Einsatz von Sprache zählen. Untersucht wurden 6.000 Menschen im Alter von 45 bis 64 Jahren. Die Untersuchungen fanden dabei nicht nur auf zahnmedizinischer Ebene statt, sondern auch mittels verschiedener Tests bezüglich Wortfindung, Sprachfluss, Kopfrechnen und Erinnerungsvermögen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die geistigen Fähigkeiten mit jedem verlorenen Zahn geringer werden. Forscher aus Schweden und Norwegen fanden bereits heraus, dass der Zahnverlust eines Menschen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gedächtnisverlust steht. Bei den Untersuchungen mussten die Probanden verschiedene Gedächtnistests lösen. Das Ergebnis: Je mehr Zahnlücken eine Person hatte, desto schlechter schnitt sie bei den Tests ab. Offen bleibt allerdings die Frage, ob das Gehirn nach Munderkrankungen abbaut oder der Zahnverlust aus den schlechten geistigen Fähigkeiten resultiert. Menschen mit schlechterem Gedächtnis kümmern sich womöglich weniger um die Zahnpflege oder vergessen diese sogar. Möglich ist auch, dass die Mundbakterien über den Blutkreislauf ins Gehirn gelangen und dort Schaden anrichten. Auch genetische Faktoren spielen möglicherweise eine entscheidende Rolle und stellen die Wissenschaft vor weitere Forschungsaufgaben.

 
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