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Wundenlecken macht Sinn

Enzym im Speichel hat wundheilende Eigenschaften

Kleine Verletzungen sind im Alltag schnell passiert. Wer dann die Wunde mit Speichel benetzt, sorgt nicht nur für Desinfektion, sondern fördert damit auch die Wundheilung. Dies haben Wissenschaftler aus den Niederlanden nachgewiesen. Sie entdeckten im menschlichen Speichel eine Substanz, die dafür sorgt, dass Wunden schneller heilen. Für ihre Untersuchungen kultivierten Menno Oudhoff und Kollegen Epithelzellen. Diesen Zellkulturen wurden künstlich Verletzungen zugefügt. Eine Zellkultur wurde dann in isotonischer Lösung ohne den Zusatz von Speichel gebadet, eine andere in einer isotonischen Lösung mit zugesetztem Speichel. Das Ergebnis: Nach 16 Stunden war die mit der Speichel-Lösung behandelte Verletzung fast vollständig wieder geschlossen. Die ohne Speichel behandelte Wunde war noch offen, wie die Wissenschaftler im „FASEB-Journal“ berichteten. Danach spalteten die Wissenschaftler den Speichel in seine Bestandteile auf. Diese wurden dann einzeln auf ihre Wundheilungs-Eigenschaften getestet. Das Peptid Histatin zeigte dabei nicht nur antibakterielle Eigenschaften, sondern sorgte auch für eine schnellere Wundheilung.

 
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